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Zeitungsberichte
- Verein für asiatische Kampfkünste

Karate ein Sport für alle!!!

 

 

Mindener Tageblatt - April 2005

Im Ursprungsland des Kampfsports

Lahder Jens Wölke nimmt mit europäischer Delegation an einem Spezialseminar in Japan teil

Petershagen (mt/kub). Jens Wölke (3. Dan Kempo, 2. Dan Karate-Do) vom Karate Dan Tien Lahde hatte dieses Jahr die Möglichkeit, direkt im Ursprungsland des Kampfsportes in Japan zu trainieren.

 

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Jedes Jahr hält die Internationalen Martial Arts Federation (I.M.A.F.), der älteste Kampfsportverband Japans, ein internationales Seminar in Tokyo (Japan) ab, an dem ausgewählte Kampfsportler teilnehmen können. 1952 wurde sie als Stiftung vom japanischen Kaiserhaus gegründet und ist dadurch bemüht, neben dem Kampfsport auch die geschichtlichen Hintergründe zu lehren. Die 24 internationalen Teilnehmer der Seminarreise trainierten in Tokyo 12 Tage, sahen Sehenswürdigkeiten an und nahmen an vielen speziellen Veranstaltungen teil.

Höhepunkt war das Training in verschiedenen Stilrichtungen und Disziplinen, welches von den Großmeistern abgehalten wurde. Jeder Teilnehmer wurde persönlich und individuell betreut. Die Seminare begannen im American Embassy Dojo (dem Trainingsraum der amerikanischen Botschaft in Japan). Dort wurden einige der Teilnehmer von Prof. Sato (10. Dan Hanshi Nihon Jujutsu) unterrichtet. Den Teilnehmer wurde anschließend die Möglichkeit geboten, am normalen Training des Botschaftsvereins teilzunehmen. Trotz des Jetlags nahmen fünf Kampfsportler, unter ihnen auch Jens Wölke, dieses Angebot war.

Wissen geöffnet


An den folgenden Tagen wurden die Budokas in Karate-Do, Aikido, Nihon Jujutsu und Iaido ausgebildet. Diese Trainingseinheiten fanden in renommierten Dojos statt. Die Großmeister öffneten einen Teil ihres Wissen, welches sie einer Tradition folgend nicht der breiten Öffentlichkeit unterrichten und nur einem ausgesuchten Kreis von Kampfsportlern lehren. Solches Wissen wird nur einmal gelehrt, und der Trainierende muss versuchen, es bei diesem einen Mal zu erfassen. Deshalb sah man in den Trainingspausen auch sehr viele Teilnehmer auf der Trainingsfläche sitzen und sich Notizen machen.

Jens Wölke wurde unter anderem von Nobetsu-sensei, 9. Dan Hanshi Karate, in einige Geheimnisse des Goju-ryu eingewiesen. Danach folgten Einheiten Nihon-Jujutsu unter Prof. Sato. Nach der Mittagspause wurde dann der Kampf mit dem Langstock (jap.: Bo) unterrichtet. Auch hier wurden die Teilnehmer von dem Einfallsreichtum und der Härte des Trainings überrascht. Doch gerade auf Grund dieser ungewohnten Härte genossen alle das Training in den verschiedenen Disziplinen.

Ein Vormittag war eigentlich trainingsfrei, doch wurden alle Interessenten wieder zum Training in die amerikanische Botschaft eingeladen. Vier Budokas - unter ihnen Jens Wölke - kamen mit Begeisterung dieser Einladung nach und genossen mehrere Trainingseinheiten Nihon Jujutsu bei dem Meisterschüler von Prof. Sato.

Am Sonntag fand die 29. Budo-Gala der I.M.A.F. statt. Diese fand auch sehr großen Anklang bei den Japanern. Vormittags und nachmittags fanden Vorführungen in allen in der Organisation vertretenen Stilen statt. Nach der Gala wurden alle Teilnehmer der europäischen Delegation zu einem Bankett geladen, an dem auch der Präsident der I.M.A.F., Yasuhisa Tokugawa, teilnahm, ein Mitglied der berühmten Tokugawa-Familie, die mehr als 250 Jahre das alte Japan als Shogun beherrschte. Yasuhia Tokogawa ist der Urenkel des letzen herrschenden Shoguns und wäre der 18. Tokugawa Shogun und damit Herrscher über das Land der Mitte.

Reger Austausch


Alle Teilnehmer wurden nicht nur aufs härteste unterrichtet, sondern auch kontrolliert und ihre Techniken und ihre Trainingseinstellung beobachtet. Jens Wölke blieb auch Gelegenheit die Stilrichtung Shaolin-Kempo, die er neben dem Shotokan-Karate praktiziert, den Großmeistern vorzuführen und mit ihnen über die Inhalte seinen Trainingskonzeptes zu sprechen. Es fand ein sehr reger Wissensaustausch statt und Jens Wölke konnte sehr offen mit einigen Chef-Ausbildern reden und sich auf diese Weise wertvolle Hinweise holen, wie er in seinem Dojo noch besser authentische Kampfkunst in großer Vielfalt unterrichten kann. Er nutzte auch die Gelegenheit, neben dem offiziellen Training auch privates Training im Kodokan (Hauptdojo des Judo) und im Aikikai (Hauptdojo des Aikido-Begründers Ueshiba) zu nehmen und so noch mehr Eindrücke zu gewinnen.

Die Trainierenden freuten sich, dass sie nach dem anstrengenden Training eine Fahrt zum historischen Hakone Nationalpark und zum Ashinoko See, am Fuße des Berges Fuji, genießen konnten und sich dabei Gelegenheit bot sich zu entspannen. Die letzten zwei Tage standen zur freien Verfügung, so dass man auf eigene Faust Entdeckungsreisen in der Großstadt Tokyo unternehmen konnte. Alle Teilnehmer waren sich auf dem Rückflug sicher, dass sie nun noch mehr bemüht sind authentische Kampfkunst zu lehren und sich selbst noch weiter auf Lehrgängen fortbilden werden, denn nur wer die Kampfkunst im Ursprungsland mit all ihrer Tradition erfahren hat, kann diese auch entsprechend weitergeben.

 

 


 

 


 

 

 


 

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Karate Dan Tien Lahde e.V.
Nienburger Str. 15, 32469 Petershagen
Tel: (05702)851560

Internet: info@karate-petershagen.de

 


Stand: 16. Oktober 2005